Die Frage nach dem Preis ist meist die erste, die ein Betrieb stellt — und die am schwersten pauschal zu beantworten ist. Eine Website ist kein Produkt von der Stange, sondern eine Dienstleistung, deren Aufwand stark vom Umfang abhängt. Trotzdem lässt sich Orientierung geben.
Die drei großen Preisfaktoren
Bevor du Angebote vergleichst, solltest du verstehen, was den Preis überhaupt bestimmt. Im Wesentlichen sind es drei Dinge:
1. Umfang und Seitenanzahl
Eine einseitige Landingpage für einen Handwerksbetrieb ist deutlich günstiger als eine mehrseitige Website mit Leistungsübersicht, Referenzen, Blog und Buchungsfunktion. Je mehr individuelle Seiten und Funktionen, desto höher der Aufwand.
2. Individuell oder Baukasten
Hier trennt sich die Spreu vom Weizen. Ein Baukasten-System (Wix, Jimdo) ist billig, sieht aber aus wie tausend andere Seiten und stößt schnell an Grenzen. Eine individuell entwickelte Website kostet mehr, ist dafür schneller, besser auffindbar und wächst mit deinem Betrieb. Bei uns ist jede Seite zu 100% individuell gebaut — kein Template.
3. Technik und Performance
Ladezeit, mobile Optimierung und sauberer Code sind keine Extras, sondern entscheiden über dein Google-Ranking. Eine Seite mit 90+ PageSpeed-Score braucht mehr Sorgfalt in der Umsetzung als eine zusammengeklickte Lösung — zahlt sich aber bei Sichtbarkeit und Conversion aus.
Realistische Preisspannen
Ohne dir eine Zahl zu nennen, die in deinem Fall falsch wäre: Für lokale Betriebe bewegen sich professionelle Websites typischerweise in einer Spanne, die stark vom Umfang abhängt. Eine einfache, hochwertige Präsenz liegt im unteren vierstelligen Bereich, umfangreichere Projekte mit Sonderfunktionen entsprechend höher. Wichtiger als die absolute Zahl ist das Verhältnis von Leistung zu Preis.
Vorsicht bei Extremen in beide Richtungen: Ein Angebot für ein paar hundert Euro bedeutet fast immer Baukasten oder Vorlage — du zahlst später mit schlechter Auffindbarkeit. Vierstellige Monatsabos für eine simple Seite sind dagegen oft überteuert.
Einmalkosten vs. laufende Kosten
Trenne beim Vergleich immer zwei Dinge:
- Einmalige Erstellung: Design, Entwicklung, Texte, Einrichtung.
- Laufende Kosten: Domain, Hosting, Wartung und gegebenenfalls Pflege. Diese sind meist überschaubar, sollten aber transparent im Angebot stehen.
Ein seriöses Angebot listet beides klar auf. Wenn ein Anbieter nur eine monatliche Pauschale nennt, frag nach, was darin enthalten ist und ob die Website dir gehört, wenn du wechselst.
Woran du ein faires Angebot erkennst
Ein gutes Angebot zeichnet sich nicht durch den niedrigsten Preis aus, sondern durch Transparenz:
- Es ist klar, was geliefert wird (Seitenanzahl, Funktionen, Texte, Bilder).
- Du erfährst, ob die Seite individuell gebaut oder auf einem Template basiert.
- Laufende Kosten und Eigentumsrechte sind benannt.
- Der Anbieter fragt nach deinen Zielen, statt sofort einen Preis zu nennen.
Genau deshalb beginnt bei uns jedes Projekt mit einem kostenlosen Gespräch und einem ersten Entwurf — bevor du dich festlegst. So siehst du, was du bekommst, und der Preis ergibt sich aus deinem tatsächlichen Bedarf, nicht aus einer Pauschale.
Warum „billig" am Ende oft teuer wird
Es ist verlockend, beim ersten Angebot zur günstigsten Option zu greifen. Doch bei Websites gilt selten, dass billig auch günstig ist. Eine Baukasten-Seite für wenig Geld bringt typische Folgekosten mit sich, die im ersten Moment nicht sichtbar sind.
Da wäre die schlechte Auffindbarkeit: Wer bei Google nicht gefunden wird, muss Kunden über teure Anzeigen oder Umwege gewinnen. Da wären die Grenzen des Systems: Sobald du eine Funktion brauchst, die der Baukasten nicht vorsieht, stehst du vor einem Neubau. Und da wäre der Wiedererkennungswert: Eine Vorlage, die hunderte andere Betriebe ebenfalls nutzen, macht dich austauschbar. Rechnet man diese versteckten Kosten ein, ist die vermeintlich teure individuelle Lösung oft die wirtschaftlichere.
Was den Preis nach oben oder unten bewegt
Wenn du ein Angebot einordnen willst, hilft es zu wissen, welche Punkte den Aufwand konkret verändern:
- Texte und Bilder: Lieferst du Inhalte selbst oder sollen sie erstellt werden? Professionelle Texte und Bildbearbeitung kosten Zeit, heben aber die Wirkung deutlich.
- Sonderfunktionen: Online-Terminbuchung, mehrsprachige Seiten, Shop-Funktionen oder Schnittstellen treiben den Aufwand spürbar.
- SEO-Tiefe: Eine Seite, die von Anfang an auf lokale Auffindbarkeit ausgelegt ist, braucht mehr Sorgfalt als eine reine Visitenkarte — zahlt sich aber durch Anfragen aus.
- Pflege danach: Willst du die Seite selbst pflegen oder soll das jemand übernehmen? Beides ist legitim, sollte aber im Preis klar getrennt sein.
Fazit
Eine Website kostet so viel, wie ihr Umfang und ihre Qualität es rechtfertigen. Die billigste Lösung ist selten die günstigste, wenn man Auffindbarkeit und Wirkung mitrechnet. Achte auf Transparenz, individuelle Umsetzung und solide Technik — dann ist der Preis eine Investition, die Anfragen bringt, statt einer Ausgabe, die verpufft.
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